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AnimalTestInfo

Datenbank zu Tierversuchsvorhaben in Deutschland

Was finden Sie in der Datenbank und wer steht dahinter?
Der Gesetzgeber hat dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Auftrag erteilt, allgemein verständliche, nichttechnische Projektzusammenfassungen von genehmigten Tierversuchsvorhaben in Deutschland anonym zu veröffentlichen. Die Datenbank AnimalTestInfo enthält für die Öffentlichkeit verständliche Projektzusammenfassungen der Tierversuchsvorhaben, deren Durchführung von wissenschaftlichen Forschungsinstituten der Universitäten, der Industrie und des Bundes beantragt und von den zuständigen Behörden der Bundesländer genehmigt wurden. (mehr)

Die Tierversuchsvorhaben müssen in Deutschland von den zuständigen Behörden der jeweiligen Bundesländer genehmigt werden. Ist das Vorhaben genehmigt, übermittelt die zuständige Behörde die Projektzusammenfassung an das BfR zur Veröffentlichung in AnimalTestInfo. Das BfR übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der Inhalte der Projektzusammenfassung. Diese liegt beim Antragsteller.

Die übermittelten Projektzusammenfassungen werden vom BfR innerhalb von 12 Monaten in AnimalTestInfo veröffentlicht. (einklappen)

Hirnfunktionen in Bartagamen
-  Grundlagenforschung
Ziel dieses Projektes ist es, die neurologische Basis von sensorischer Reizverarbeitung, Navigation, Explorationsverhalten und Schlaf am Tiermodell eines Reptils, der Bartagame Pogona vitticeps, zu erforschen, wobei wir unserer evolutionären Strategie zur Erforschung von Hirnfunktionen folgen.
Unser Labor interessiert sich für das Verständnis der Funktion und der Entwicklung des Gehirns in Wirbeltieren, einschließlich des Menschen. Untersuchungen des zerebralen Kortex sind essentiell um z. B. die menschliche Kognition besser zu verstehen, jedoch werden diese Untersuchungen durch die extreme Komplexität des Säugerkortex erschwert. Unser Ansatz basiert auf der Logik, dass die Architektur des Gehirns und die Verarbeitung der Sinnesinformationen das Resultat eines evolutionären Prozesses darstellen, und dass wir die grundlegenden Funktionen durch die Untersuchung eines möglichst einfachen Systems besser verstehen können. Als solches stellen Reptilien die beste Möglichkeit dar, weil sie neben den Säugetieren die einzigen Wirbeltiere sind, die über einen zerebralen Hirnkortex verfügen. Aus diesen Gründen haben wir uns für das Tiermodell der Bartagame, Pogona viiticeps, entschieden. Dieses Forschungsvorhaben gehört zur Grundlagenforschung. Im weiteren Kontext werden diese Ergebnisse auch für die Entwicklung von Therapien gegen pathologische Veränderungen im Gehirn wichtig sein.
1. Craniotomie Elektrodenimplantation
2. Craniotomie und 2 Photonen Imaging - Optogenetic
3. Craniotomie mit einer intracerebroventrikulären Injektion
4. Kopf-Fixierung während bestimmter Untersuchungen
Am Ende werden alle Tiere durch eine Perfusions-Fixierung in tiefer Narkose mit Paraformaldehyd getötet.
SV2 gering bis SV3 mittel
Tierart Anzahl Freiwillige Ergänzungen (z.B. bei Auswahl „Andere ...„)
Reptilien    6880  
Die angestrebten Erkenntnisse sind entscheidend für den Fortschritt in der Grundlagenforschung. Da wir die Mechanismen von Gehirnfunktionen untersuchen, ist es notwendig, Versuche im lebenden Gehirn durchzuführen, in dem dieses Verhalten beobachtet und gemessen werden kann. Aus diesem Grund sind Zellkulturstudien und Computersimulationen zur Beantwortung unserer Fragestellung nicht geeignet. Werden aber natürlich im Vorfeld durchgeführt um Systeme und Methoden zu testen. Hierdurch kann die Tierzahl so gering wie möglich gehalten werden.
Die beantragten Tierzahlen basieren auf einer Schätzung deren Grundlage die Versuchsergebnisse anderer bereits erfolgreich durchgeführter Studie ist. Versuche die auch in-vitro durchgeführt werden können, wurden und werden bereits vorab durchgeführt. Diese Experimente sind so geplant, dass möglichst viele Ergebnisse von einem Tier gewonnen werden können, ohne das die Belastung des einzelnen Tieres deshalb steigt.
Alle schmerzhaften Eingriffe werden in Narkose mit Analgesie durchgeführt. Nur speziell geschultes und hochqualifiziertes Personal führt die Experimente durch. Aufgrund der Komplexität des zu studierenden Systems, ist es nicht möglich, Invertebraten für die Experimente zu verwenden.